Rasterwinkel

Bislang sind wir von einem horizontal verlaufendem Raster ausgegangen. Solche Raster wirken aber sehr störend für den Bildeindruck, da unsere Wahrnehmung besonders sensibel auf horizontale und vertikale Linien reagiert.

 

Aus diesem Grund wird das Raster bei Graustufenbildern immer um 45° gekippt. Das Bild wirkt dann sehr viel angenehmer auf den Betrachter.

 

Auch im Vierfarbdruck wird das berücksichtigt. Hier kommt jedoch noch die Schwierigkeit hinzu, daß die vier Rasterfolien, die übereinander gedruckt werden müssen, miteinander keine Moiré bilden dürfen. Da dieses Problem bei jedem Bild das selbe ist, wurden die Rasterwinkel für den Vierfarbdruck einheitlich festgelegt:

  • Schwarz: 45 Grad
  • Cyan: 105 Grad
  • Magenta: 75 Grad
  • Yellow: 90 Grad

Bei elektronisch gerasterten Bildern können diese Winkel nicht ganz genau eingehalten werden da die RIPs in ihrer horizontalen Matrix die gedrehten Rasterzellen erzeugen müssen. Die leichte Verdrehung der Winkel ist nicht so gravierend wie die Tatsache, daß in diesen Rasterzellen etwas weniger Graustufen erzeugt werden können als erwünscht.

 

 

 

 

Die Grafik zeigt, daß durch die Drehung der Rasterzellen von ursprünglich 16*16 dots nur noch 241 bzw. 236 Differenzierungen möglich sind. Damit schränkt sich die Anzahl der druckbaren Farben ein.

241 * 241 * 256 = 14.868.736