Taschenfalz

19. Mai 2014 | Von | Kategorie: Weiterverarbeitung

Das Taschenfalzprinzip

Das Taschenfalzprinzip wird auch als Stauchfalzprinzip bezeichnet.

Der zu falzende Bogen wird über einen Schrägwalzentisch der Falztasche zugeführt. Der Bogen wird dabei mittels eines Einlauflineals seitlich ausgerichtet.

Die einfachste Variante eines Taschenfalzwerkes besteht aus einer Falztasche und drei Walzen, die in einer Dreiecksform zueinander gelagert sind.

Der Bogen wird über gegenläufige Einlaufwalzen (Einfuhrwalzen) der Tasche zugeführt. Der Abstand der beiden Walzen zueinander wird je nach Dicke des Bogens eingestellt. Der Bogen wird bis zum Taschenanschlag in die Tasche geführt. Aufgrund der kontinuierlichen Rotation der Walzen wird der Bogen auch weitertransportiert, nachdem er am Taschenanschlag angestoßen ist. Dabei bildet sich im Falzraum zwischen den drei Walzen eine Stauchfalte. Die Stauchfalte vergrößert sich und wird durch die Oberflächenreibung von einer Einfuhrwalze und der dritten Walze erfasst. Diese beiden Walzen dienen nun als Falzwalzen und bilden den Falz aus. Der Bogen wird nun einer zweiten Tasche zugeführt oder aus dem Falzwerk transportiert.

Nachteil des Taschenfalzprinzips ist, dass der Falzbruch nicht an einer definierten Stelle ausgebildet wird; die Falzgenauigkeit ist gegenüber dem Messerfalzprinzip geringer. Es kommt besonders darauf an, die Falzwerkseinstellungen auf das verwendendete Papier und die Falzart abzustimmen und den Falzbruch durch Perforation oder Rillung vorzubereiten.

Mit diesem Prinzip können eine Vielzahl von Falzvarianten durchgeführt werden. Je nach Anforderung wird eine unterschiedliche Anzahl von Taschen verwendet. Werden Taschen nicht benötigt, werden sie durch Bogenablenker verschlossen oder der Taschenanschlag fährt bis auf Null.

Zur Realisierung von Kreuzbrüchen wird das nachfolgende Falzwerk rechtwinklig zum vorherigen angeordnet.

via Taschenfalz.

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